Das ehemalige Kirchdorf Kreien liegt 6 km südlich von Lübz und 17 km westlich von Plau am See. Kreien gehört zu den mecklenburgischen Dörfern, die das Kloster Stepenitz bereits im 13. Jahrhundert erworben hatte. Nach der Säkularisierung im 16. Jahrhundert kam das Dorf an die herzogliche Domänenkammer. Im Jahr 1885 lebten hier unter anderem 12 Erbpächter, 19 Büdner und 7 Häusler.
Die Kirche von Kreien ist ein aus gesprengten Felsen aufgemauerter gotischer Bau ohne Turm, bei dem Chor und Langhaus fließend ineinander übergehen.
1799 überzeugte der damalige Pfarrer Adolf Gottlieb Susemihl den Mecklenburgischen Herzog Friedrich Franz I., das alte Pfarrhaus durch einen Neubau zu ersetzen. Bereits 1800 konnte das neue Fachwerkhaus aus Eichenholz aus der Woostener Heide bezogen werden. Bis ins 19. Jahrhundert betrieben die Pfarrer eine kleine Landwirtschaft, um ihren Haushalt zu versorgen. Die teilweise erhaltene Pfarrscheune mit schönem Gewölbekeller stammt noch aus dieser Zeit. Um 1910 wurde das Haus um einen rund 100 qm großen Wirtschaftstrakt und einen kleinen Wintergarten erweitert.
2012 trennte sich die Kirche vom Pfarrhaus, und der neue Eigentümer führte Sicherungs- und Erhaltungsmaßnahmen durch. Unter anderem wurden die Schornsteinköpfe neu aufgemauert, Teile des Fachwerks erneuert und die Elektrik modernisiert. Im Inneren blieb die Substanz weitgehend unverändert, sodass das Haus den Charme der „guten alten Zeit“ bewahrt.
Ausstattung
- Teilunterkellert mit Gewölbekeller
- Dachgeschoss teilausgebaut
- Beheizung über Kachelöfen
- Schöne Holzdielenböden und teils alte Fliesen
- Große Wohnküche
- Abwasser über abflusslose Klärgrube
Grundstück & Umgebung
Das Grundstück bietet einen Gemüsegarten und eine Reihe Obstbäume. In nur ca. 500 m Luftlinie erreicht man den Kreiener See mit Steg und Badestelle.