Dieses Schloss symbolisiert die Verbindung von Geschichte, Natur und Kultur. Errichtet auf den Resten einer alten Burganlage und im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgestaltet, präsentiert es sich heute als vollendetes Beispiel klassischer Wohnarchitektur aus dem 17. und 18. Jahrhundert – eine seltene Harmonie zwischen aristokratischem Erbe und dem Geist der Aufklärung.
Die Architektur besticht durch ausgewogene Proportionen und Zurückhaltung. Im Gegensatz zur prunkvollen Versailles-Architektur strahlt das Herrenhaus eine edle Eleganz aus. Der streng symmetrische Grundriss, die ruhige Fassade mit Dreiecksgiebel sowie der Hauptbau mit seinen zwei niedrigen Flügeln verbinden französischen Klassizismus mit nordischen Elementen wie polychromen Ziegeln und runden Türmen – ein Werk eines visionären Architekten.
Im Inneren folgen die Räume einer klaren Hierarchie, die sowohl repräsentativen als auch privaten Zwecken dient. Vom monumentalen Eingang führt eine prächtige Treppe in die oberen Etagen. Die Wohnräume – Prunkzimmer, Gesellschaftszimmer und Speisesaal – sind fließend miteinander verbunden. Das Obergeschoss bietet eine Balance aus Privatsphäre und Empfangsräumen mit Vorzimmern, Boudoirs und großzügigen Schlafgemächern. Nebenräume, Dienstbereiche und Korridore fügen sich harmonisch in das Gesamtkonzept eines durchdachten, eleganten Lebensraums ein.
Das Anwesen umfasst rund einen Hektar inklusive eines großzügigen Ehrenhofs. Nebengebäude wie Ställe, Scheunen und Wohnräume greifen die Architektursprache des Haupthauses auf und ergänzen das Ensemble mit dezentem Charme. Das gesamte Gelände verkörpert ein souveränes, selbstversorgendes Gut mit dem Flair einer glanzvollen Epoche, sichtbar auch in diskreten Details aus der Zeit des Zweiten Kaiserreichs.
Vor dem Schloss erstreckt sich ein rund fünfzehn Hektar großer Landschaftspark. Offene Wiesen, seltene Bäume, ein Teich und eine Kastanienallee schaffen eine Umgebung zum Verweilen und Erleben. Hier wird Natur nicht beherrscht, sondern im Dialog erfahrbar – der Hufschlag der Pferde, der Windhauch und das Lichtspiel im Blätterdach fügen sich zum stillen Gespräch mit dem historischen Gemäuer.