Die repräsentativen Räume gruppieren sich um ein italienisches Haupttreppenhaus. Das Schloss umfasst mehrere Suiten, Gästewohnungen und ein separates Verwalterhaus. In den Nebengebäuden befinden sich großzügige Säle, eine Bibliothek, eine Orangerie, ehemalige Stallungen sowie ein spanisch inspirierter Innenhof. Die Hauptgebäude verfügen über eine Zentralheizung, die Nebengebäude über eine Klimaanlage.
Im Zentrum eines geschichtlich gewachsenen Dorfes bildet das Schloss seit dem 14. Jahrhundert dessen prägendes Bauwerk. Über nahezu sieben Jahrhunderte blieb es im Besitz derselben Familie. Seit dem 14. Januar 1993 steht die Gesamtanlage als Monument Historique unter Denkmalschutz. Zum Anwesen gehören das Schloss, der Wirtschaftshof und die ehemalige Orangerie mit Magnanerie auf einem Grundstück von 7 Hektar.
Die Bausubstanz dokumentiert mehrere Jahrhunderte Baugeschichte. Erhalten sind mittelalterliche Rundtürme, Kreuzrippengewölbe, ein Gewölbekeller aus dem 15. Jahrhundert sowie eine große Feuerstelle mit Bratvorrichtung aus dem 14. Jahrhundert. Im 17. und frühen 18. Jahrhundert erhielt das Schloss seine klassizistische Prägung mit hufeisenförmiger Zufahrt, gepflastertem Ehrenhof und einem dreigeschossigen Treppenhaus im italienischen Stil. Stuckreliefs mit Darstellungen von Ganymed und Zeus, ausgeführt von italienischen Künstlern, gehören zu den bedeutenden Ausstattungsmerkmalen. Das Speisezimmer bewahrt Wandmalereien aus derselben Epoche. Im großen Salon befindet sich eine seltene Panoramatapete der Manufaktur Réveillon aus der Zeit um 1780, die ausdrücklich Bestandteil der Denkmalschutzverordnung ist. Im 19. Jahrhundert entstanden ein Mansardgeschoss sowie die Gebäude der ehemaligen Seidenproduktion mit Spinnerei, Magnanerie und Arkadengalerie.
Das Schloss verfügt über 1.100 m² Wohn- und Nutzfläche auf vier Ebenen. Im Untergeschoss befinden sich historische Küchen, eine Waschküche aus dem 16. Jahrhundert und ein Weinkeller. Das Hauptgeschoss umfasst mehrere Salons und eine Bischofssuite. Im Obergeschoss liegen sieben Suiten. Unter dem Dach ist das Atelier eines Malers aus dem 19. Jahrhundert vollständig erhalten.
Der angeschlossene Wirtschaftshof umfasst 1.850 m². Zur Anlage gehören eine zur Veranstaltungshalle umgebaute ehemalige Seidenspinnerei, die Orangerie mit Magnanerie, zwei Wohnungen, ein Bibliotheksturm, Stallungen sowie ein historischer Taubenturm.
Der Landschaftspark ist mit jahrhundertealten Libanonzedern, Ginkgos und Bambusbeständen gestaltet. Hinzu kommen ein Nutzgarten, eine historische Noria, ein hydraulisches Nymphäum aus dem 17. und 18. Jahrhundert sowie ein Pool im palladianischen Stil.
Das Anwesen liegt 30 Minuten von Nîmes mit TGV-Bahnhof entfernt, 45 Minuten vom Pont du Gard und jeweils eine Stunde von Montpellier, Arles und Avignon. Der Flugplatz Alès-Deaux ist in 15 Minuten erreichbar.
Die denkmalgerechte Restaurierung wurde in den vergangenen Jahren vollständig abgeschlossen. Historische Materialien und Ausstattungsdetails blieben erhalten, gleichzeitig wurde die Anlage technisch an heutige Anforderungen angepasst.