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Burg kaufen: Polen

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Burg kaufen: Polen

Magnaten und Junker: Das Erbe zweier Adelskulturen

Als Erbe des Königreichs Preußen im Westen und der Adelsrepublik Polen-Litauen im Osten und Südosten verfügt Polen über eine in Mitteleuropa ausgeprägte Dichte an historischen Repräsentationsbauten, die trotz der Verwüstungen vergangener Jahrhunderte in bemerkenswerter Zahl erhalten geblieben sind. In Masowien und Lublin gehörte einst fast ein Viertel der Bevölkerung zum Adel; entsprechend haben sich in den ehemals preußischen Gebieten ebenso wie im historischen Zentrum des Landes Residenzen des Hoch- und Landadels erhalten. Warschau besitzt mit dem Königsweg eine der längsten historischen Prachtstraßen Europas. Die höchste Konzentration erhaltener Objekte mit jeweils deutlich über 1.000 Schlössern und Herrenhäusern findet sich in Großpolen und Niederschlesien im Westen sowie in Masowien im Zentrum des Landes.

Nationales vs. lokales Denkmal

In Bezug auf den Immobilienerwerb sind zwei Kategorien der Denkmaleinstufung relevant. Nationale Denkmäler sind in den Denkmallisten der jeweiligen Woiwodschaft eingetragen und unterstehen der Aufsicht der staatlichen Denkmalbehörde; der zuständige Amtsträger wird als Konserwator Zabytków bezeichnet. Alle baulichen Maßnahmen bedürfen der behördlichen Abstimmung und Genehmigung.

Daneben existieren kommunale Denkmäler, die in lokalen Denkmalregistern geführt werden. Sie unterliegen weniger restriktiven Auflagen bei Sanierungs- und Umbaumaßnahmen und können ebenfalls von Fördermitteln profitieren.

Denkmalförderung in Polen

Mit dem Programm Pałacyk Plus steht Investoren ein Instrument zur Verfügung, das der deutschen Denkmal-AfA vergleichbar ist: Aufwendungen für denkmalgeschützte Objekte können steuerlich geltend gemacht werden. Voraussetzung ist die Steuerpflicht des Käufers in Polen. Ergänzend können je nach Region und Denkmalkategorie EU-Mittel oder regionale Förderprogramme beantragt werden, deren Umfang in den vergangenen Jahren jedoch spürbar zurückgegangen ist.

Kommunale Auktionen

Hunderte Schlösser und Herrenhäuser - Insbesondere in den westlichen Regionen - befinden sich im kommunalen Besitz. Sowohl die Gemeinden selbst als auch die Behörde zur Förderung der Landwirtschaft (KOWR) schreiben historische Objekte regelmäßig öffentlich aus. Die Ausgangspreise liegen unter Marktniveau; Zuschlagsempfänger können zusätzliche Preisnachlässe erzielen und Objekte zu deutlich unter Marktwert liegenden Preisen erwerben. Voraussetzung ist in der Regel die Vorlage eines Nutzungskonzepts sowie die vertragliche Verpflichtung zu Investitionen innerhalb eines festgelegten Zeitraums.

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